Jungbläserfreizeit 2002

Für Jugendliche werden regelmäßig Freizeiten veranstaltet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Sommerferien 2002 sind da, und ein wichtiges Ereignis in dieser Zeit ist die Jungbläserfreizeit der Nordmark in Lindau-Mühlenholz an der Schlei. Am Montag, den 15. Juli ist es soweit: Die bläserbegeisterten Kids rücken mit ihren Instrumenten, Notenständern und viel Kleinkram wie Luftmatratze, Schlafsack und Zahnbürste an.

Bei bestem sommerlichen Wetter wird das Wiedersehen gefeiert oder neue Bekanntschaften geschlossen. Zwei Großraumzelte auf dem Rasen erwarten die Kinder, und sie stecken ihr Territorium der Nacht ab. Insgesamt haben sich für diese Freizeit 22 Bläser und -innen zusammengefunden. Förderunterricht in Handhabung und Gebrauch eines Blechblasinstrumentes erhalten sie von unserem Landesposaunenwart Erich Liebmann und seinem musikalischen Team: Marcus Liebmann, Jens Petersen, Christine Strauß und Ralf Pohlmann. Ach ja, und schon an die nächste Generation gedacht, machten auch Judith Hacker, Martin Pohlmann und Jörg Petersen mit. In der Küche wirkten die „alten Hasen“ Christa Seek und Magdalene Andersen.

So, auf geht´s. Gerade sitzen, tief Luft holen, Lippengymnastik, Fingerübungen, Beine ruhig halten und Töne erzeugen war angesagt. Mit Liebe und Einfühlungsvermögen wurden die vorhandenen Fähigkeiten erkundet und die Teilnehmer zu einem Chor der Blechbläser geformt. Die Kinder sind keine Anfänger und keine Profis, doch sie lernen das Blasen mit Geduld, wohl auch manchmal mit wenig Lust und viel Frust. Sie sind auf dem Weg, werden ihr Instrument immer besser beherrschen und in den Posaunenchören mitwirken; wenn nicht heute, so doch morgen, und das ist toll! Eine Kostprobe konnten wir am letzten Tag der Freizeit in der Gemeinschaftsstunde im Bezirk Süderbrarup hören. Die Begeisterung war so riesig, daß eine Zugabe zur Pflicht wurde.

Nun besteht so eine Freizeit nicht nur aus Blasenüben, sondern auch aus vielen anderen Programmteilen, die je nach Wetterlage ihre Vollendung fanden. Ein Höhepunkt war die Schleidampferfahrt von Kappeln nach Lindaunis und zurück. Sonnenschein, leichte Brise, saftige Wiesen, grüne Knicks und blaugraues Schleiwasser um uns herum. Zwei Stunden dauerte diese Fahrt und war für die Älteren angenehm und schön, doch wohl ein wenig langweilig für die Jüngeren. Zur Zeit ist das jedoch die einzige Möglichkeit, mit allen Teilnehmern der Freizeit auf die Schlei zu kommen, da Ruderboote in ausreichender Zahl, und somit Spaß und Toberei für alle, nicht vorhanden sind.

Selbstverständlich wurde auch in der Schlei gebadet. Diese nasse Abkühlung war notwendig, bis, ja bis der große Regen kam und das Wasser der Schlei zur Kühlung nicht mehr benötigt wurde. Zwei Tage Dauerregen zerrte an den Nerven, sollte man meinen; jedoch nicht bei den Kindern, die tapfer in den Zelten durchhielten und fröhlich bei der Sache waren. Minigolfspielen im Elisabethheim Havetoft fiel buchstäblich ins Wasser, jedoch war das Bowlen im Ostseebad Damp die trockene Alternative. Das traditionelle Grillen mit Fußballspielen auf dem Sportplatz in Boren war bei diesem Regen auch nicht so der Hit. Das Fußballspielen fiel aus, doch gegrillt wurde, im Lager der Bläser, nur der Grill und der Grillmeister standen draußen. Dann gab es da noch die Mini-Playback-Show. Über Tage wurde für diesen Auftritt überlegt, geprobt und künstlerisch gestaltet. Das Ergebnis was sensationell und der Abend gelungen.

„Rückenwind“ ist der Titel eines Liedes, der uns durch die Andachten der Woche begleitete und zum Freizeitschlager wurde: Du bist der Herr, der mein Haupt erhebt, Du bist die Kraft, die mein Herz belebt. Du bist die Stimme, die mich ruft. Du gibst mir Rückenwind. Dieser Rückenwind ist notwendig, war in der Freizeit spürbar, wird uns tragen und vorantreiben, zur Ehre Gottes, zur bläserischen Gemeinschaft, zur Pflege dieser Gabe und zum Wiedersehen auf der Jungbläserfreizeit 2003.

Peter Andersen, Lindau-Mühlenholz

Veröffentlicht in Jugend.

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