Jungbläserfreizeit 2009

Die Sommerferien in Schleswig-Holstein sind gestartet und damit begann auch die Jungbläserfreizeit der Nordmark in Lindau-Mühlenholz an der Schlei vom 20. – 26. 07. 2009.

 

 

 

 

Übungszeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wikingerdorf

 

 

 

 

Bogenschießen

 

 

 

 

Übungszeit

 

 

 

 

 

 

Konzert an der Schlei

In diesem Jahr wurde es uns bewusst, dass der Freizeitort im Bundesland zwischen den Meeren liegt. Viel Wind, viele Regenschauer auch mit Gewittereinlage und ein wolkenreicher Himmel. Doch die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen fand immer wieder Lücken im Wolkenmeer.
Unerschrocken hatten wir Mitarbeiter um Landesposaunenwart Erich Liebmann die Zelte aufgebaut und das Lager für die Freizeit hergerichtet. Die jungen Bläserinnen und Bläser konnten kommen – und sie kamen!

25 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 16 Jahren trafen pünktlich am Montagnachmittag auf dem Freizeitberg ein. Zwei Großraumzelte warteten bereits und wurden sogleich in Beschlag genommen. Nachdem man sich fröhlich und ausgiebig begrüßt, eingerichtet und das Lager begutachtet hatte, riefen uns die „Kochfrauen“ Magdalene und Petra zum Abendbrot in den Saal des Gemeindehauses. Man ließ sich nicht lange bitten!
Ja, die Freizeit hatte begonnen, überall lagen irgendwelche Sachen herum, manches sollte noch sortiert werden, aber dafür hatte man ja auch ein paar Tage Zeit.

Bei der Überprüfung der Blasinstrumente stellte sich heraus, dass keiner sein „Blech“ vergessen hatte, wenn auch bei der ersten Übungsstunde hier und da ein bisschen geölt werden musste.
Bei der Jungbläserfreizeit spielt das Wetter ein untergeordnete Rolle. Denn wenn die Sonne sich auch rar machte und die Regenschauer dominant waren, so konnte im Gemeindehaus ausgiebig geblasen werden und davon machte Erich Liebmann, unterstützt von seinen musikalischen Mitarbeitern, reichlich Gebrauch. Das Leistungsniveau war unterschiedlich, doch ergänzten sich die einzelnen Bläser und formierten sich über die Tage zu einem Posaunenchor. Immerhin standen am Ende der Freizeit zwei Termine (Open-Air-Konzert und Gottesdienst) auf dem Programm.
Die Freizeittage liefen in der Regel nach einem gleichen Muster ab. Zwei Einheiten im musikalischen Bereich und ein Einheit in der Freizeitgestaltung. Daneben gab es reichlich Gelegenheit sich auszutauschen, über sich und andere zu Reden, Tischtennis oder Gesellschaftsspiele zu spielen und sich über nächtliche Aktivitäten Gedanken zu machen.

Am Mittwochnachmittag gab es eine kulturelle und sportliche Aktion. Wir fuhren ins Wikingerdorf Haitabu bei Schleswig. Hier wurden wir von dem Wikinger Reinhard Erichsen empfangen, der uns in das Leben der Wikinger einführte. Wir besichtigten die Wikingerhäuser und erfuhren, wie das dörfliche Leben aussah und wie mit Pfeil und Bogen gejagt wurde. Anschließend konnten wir mit nachgebauten Wikingerbögen und Pfeilen unsere Treffsicherheit am Wildschwein testen. Übrigens hatten wir einen trockenen und sonnigen Nachmittag. Da die Jungbläser grundsätzlich sportliche Leute sind, durften die Disziplinen Fußball und Schwimmen nicht fehlen. Das Schwimmen und Baden in der Schlei konnte auch einmal durchgeführt werden, während die Fußballer zweimal zu ihrem Vergnügen kamen.
Unerschrocken wurde auch das Grillen im Freien durchgeführt. Musste doch lediglich der Grillmeister im Regen stehen und wir konnten die Grillwurst im Haus verspeisen.

Am Samstagnachmittag war nun ein Open-Air-Konzert auf dem Campingplatz in Lindaunis angesetzt und da brauchten wir wirklich trockenes Wetter. Obwohl es regnete, gingen wir voller Optimismus zum Veranstaltungsort. Auf dem Campingplatz angekommen, hörte es auch zu Regnen auf und die Sonne schien zwischen den Wolken hindurch.
Das Konzert konnte beginnen und die Camper sowie viele Geschwister der Gemeinschaft Süderbrarup freuten sich über die Posaunenklänge am Ufer der Schlei. Auf dem Heimweg fielen dann wieder die Regentropfen – aber das kannten wir schon!

Eine feste Tageseinheit waren auch die Abendandachten, die von den Mitarbeitern abwechselnd gestaltet wurden. In diesen Abenden ging es um die einzelnen Plagen, die der Pharao in Ägypten erdulden musste, weil er das Volk Israel nicht aus der Sklaverei entlassen wollte.
Bevor wir uns mit den biblischen Texten aus dem Mosebuch beschäftigten, wurden die Plagen auf dem Rasen plastisch dargestellt. Klares Wasser verwandelte sich durch rotes Brausepulver zu einer ekelhaften roten Brühe oder mit Hilfe eines Mehl/Wasserbreis wurden die Geschwüre im Gesicht nachgestellt.

Es wurde uns an den Abenden klar, dass Gott nicht nur mit seinem Volk, sondern auch mit uns ein Ziel verfolgt und dieses Vorhaben mit uns Menschen nicht aufgibt.
Am Sonntag fand dann der musikalische Gottesdienst in der Gemeinschaft in Süderbrarup statt. Die Ruhe und Gelassenheit des Dirigenten übertrug sich auf den Posaunenchor.
Unter den Augen und Ohren der Eltern und der örtlichen Gemeinde wurden etliche Musikstücke vorgetragen und Lieder begleitet.
Danach waren die Eltern oder wer auch immer die Kinder abholte zum Mittagessen im Freizeithaus eingeladen. Nachdem sich alle gestärkt hatten, suchte jeder seine Sachen, verstaute diese in den Autos und die große Verabschiedung begann.

Zum Schluss waren wir Mitarbeiter mit dem Aufräumen und dem Zelteabbau beschäftigt und beendeten diese Freizeit mit einer gemütlichen Kaffeerunde und dem Vorsatz im nächsten Jahr wieder in der ersten Ferienwoche zur Jungbläserfreizeit nach Lindau-Mühlenholz zu kommen. Übrigens können wir gar nicht anders, weil die Jungbläser alle wieder kommen wollen. Na dann, bis 2010!

Peter Andersen, Lindau-Mühlenholz

Veröffentlicht in Jugend.

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