Jungbläserfreizeit 2012

 

 

 

 

 

Jungbläserfreizeit des Landesverbands Nordmark in Lindau-Mühlenholz 2012

Die letzte Sommerferienwoche in Schleswig-Holstein ist der Termin für die Jungbläserfreizeit in Lindau-Mühlenholz an der Schlei.
22 junge Bläserinnen und Bläser im Alter von 9 bis 17 Jahren trafen sich für eine Woche im Zeltlager im Gemeinschaftshaus in Lindau-Mühlenholz, um hier eine fröhliche Gemeinschaft miteinander zu haben und ihre Kenntnisse an den Blechblasinstrumenten zu intensivieren.
Immerhin standen am Ende der Freizeit ein Platzkonzert unter freiem Himmel und die musikalische Begleitung des Abschlussgottesdiensts im Gemeinschaftshaus in Süderbrarup an. Aber bis dahin war ja noch viel Zeit.
Am Montag trafen die Teilnehmer nach und nach ein. Zwei Großraumzelte standen für ihre Schlafutensilien zur Verfügung. Die Plätze wurden auch gleich in Beschlag genommen und es wurde sich eingerichtet. Für viele Teilnehmer war die Freizeit ein Heimspiel. So war es keine große Neuigkeit, dass am Montagabend ein ca. 5 km langer Sparziergang entlang der Schlei und durch den Wald auf dem Programm stand. Wie immer und doch immer wieder anders!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Tagesablauf hatten die Mahlzeiten, vorbereitet durch Magdalene Andersen und Petra Thiesen, einen festen Zeitplan. Darum orientierten sich die Lehrstunden in Atemtechnik, Instrumentenkunde, die Erfahrungen, dass Vorzeichen auf dem Notenblatt zu beachten sind und das der Dirigent, unser Landesposaunenwart Ralf Pohlmann, seine Berechtigung hat.
Ihm gelang es in dieser Woche die unterschiedlichen Leistungen der einzelnen Bläser unter „einen Hut“ zu bringen. Er wurde von einem erfahrenen Mitarbeiterteam, das schon einige Jahre in dieser Feizeit tätig ist, unterstützt. Diese Mitarbeiter gewähren einen harmonischen Ablauf, da jeder in seinem Bereich weiß, was er zu tun hat.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie rücksichtsvoll fortgeschrittene Bläser gegenüber den weniger fortgeschrittenen Bläser sein können. Nicht nur beim gemeinsamen Musizieren ist die Rücksichtnahme und das Gemeinschaftsgefühl trotz der großen Altersspanne beachtenswert. Hier macht es sich bemerkbar, dass es sich nicht um eine normale Kinderfreizeit handelt, sondern die jungen Menschen im Musizieren ein gemeinsames Ziel haben und diese Gabe in den Dienst der Verkündigung stellen wollen. Auch wenn die Bläser gemäß ihres Leistungsstand hin und wieder aufgeteilt wurden, wurde dem wenig Beachtung geschenkt und eine mögliche freie Zeit alternativ genutzt.
„Zeit“ war auch das biblische Thema in dieser Freizeit. Zum Tagesabschluss traf man sich entweder im Saal oder auf dem Rasen in einer großen Runde zum gemeinsamen Singen unter Gitarrenbegleitung und der Abendandacht. Hier ging es um die Zeitgestaltung im persönlichen, gemeindlichen und gesellschaftlichen Bereich mit all ihren Facetten, von Stresssituationen bis zu persönlichen Ruhezeiten.
Diese Spannbreite spiegelte sich auch in der Freizeit wieder. Neben den musikalischen Anforderungen, war genügend Raum zur persönlichen Ruhe und dem Austausch untereinander vorhanden.

Da fehlten sportliche Aktivitäten, wie Fußballspielen, Baden in der Schlei, Wasserskifahren im Ostseebad Damp oder Tischtennisspielen genauso wenig, wie das relaxen auf dem Rasen, einfach ein Buch lesen, gemeinsam Gesellschaftsspiele spielen oder sich mit dem Smartphone zu beschäftigen.
Obligatorisch ist am Freitagabend das Grillen mit einem reichhaltigen kalten Büfett.
Dank des guten Wetters, stand in diesem Jahr nicht nur der Grillmeister draußen, sondern die Tische waren unter freiem Himmel gedeckt. Übrigens hatten wir nur ein paar Regenschauer, die den Tagesablauf nur wenig behinderten.
Naja, nun kam der Samstag mit dem Blasen auf dem Campingplatz in Lindaunis. Es wurde noch einmal fleißig geübt und es fing an zu regnen. Was nun, sollte dieser Event ausfallen?
Nein, um 17.00 Uhr war der Termin. Um 16.00 Uhr brach die Wolkendecke auseinander und die Sonne kam zum Vorschein. Gemeindemitglieder und Camper erfreuten sich an den Vortragsstücken und applaudierten reichlich. Ein toller Erfolg für die jungen Bläserinnen und Bläser und zur Belohnung gab es vom Campingplatzbesitzer ein Eis für jeden Bläser und der anwesende Reporter der lokalen Presse schrieb einen tollen Artikel in der heimischen Zeitung.

Es kam nun der Sonntag. Die Eltern der Teilnehmer waren neben den Gemeindemitgliedern im Gottesdienst und wahrscheinlich genauso aufgeregt wie ihre Sprösslinge. Ralf Pohlmann strahlte eine Ruhe aus, die auf die Chorleute übersprang. Die Vortragsstücke und die Begleitung der gemeinsamen Lieder gelangen.
Die jungen Bläserinnen und Bläser haben hier erfahren, warum sie sich in die Schulung begeben, warum das Üben im heimischen Chor wichtig ist und das es an anderen Orten auch junge Menschen gibt, welche die gleichen Übungen vollziehen. Ihr Ziel ist es, ihre Gabe in den Dienst der Verkündigung zu stellen. Darum, liebe Leser, betet für unsere jungen Bläserinnen und Bläser, dass sie in der Qualifizierung ihrer Fähigkeiten nicht müde werden und im Sinne des Freizeitthema „Zeit“ genügend Raum haben, ihre Gabe zu pflegen und mit Freude und Lust Gottes Wort in musikalischer Weise verkündigen.

Peter Andersen, Lindau-Mühlenholz.

Veröffentlicht in Jugend.

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